Doping im Sport

 

Höher, schneller, weiter – wer im Sport zu Ruhm und Ehren gelangen will, muss stärker sein als die Konkurrenz. Doch die Bestleistungen sind nicht alleine dazu angetan, die Trophäensammlung aufzustocken. Vielmehr sind sie der Grundstock dafür, dass der Sportler von seiner Tätigkeit leben kann. Denn mit dem Erfolg steigen nicht nur die Preisgelder und Prämien. Auch die lukrativen Werbeverträge winken dem, der sich gekonnt in Szene zu setzen weiß und der das Image eines Siegers verkörpert. Nicht selten wird daher zu Arzneimitteln gegriffen, die sich positiv auf den Körper auswirken sollen. Der Grat zwischen Triumph und Tränen ist dabei aber sehr schmal.

Doping als Bestandteil des Sportes
Bereits jetzt gehen viele Experten davon aus, dass die leistungssteigernden Präparate keine Seltenheit im Spitzensport sind. Denn die Grenzen, die der menschliche Körper offenbart, werden nur allzu oft durchbrochen: Rekorde und Bestmarken lassen sich bei jeder Olympiade und jedem anderen sportlichen Großturnier feiern. Doch sind es nicht alleine die Profis, die zu solchen Mitteln greifen. Auch im Breitensport ist der Einsatz von vital haltenden, schmerzlindernden und kräftigenden pharmazeutischen Produkten immer häufiger verbreitet. Wenn also die Basis in Teilen schon verseucht ist, warum sollte es dann gerade an der Spitze anders aussehen?

Ein Kampf gegen Windmühlen
Ganz so einfach geben sich die Sportverbände jedoch nicht geschlagen. Sie setzen auf sinnvolle Kontrollen, die während des Trainings sowie vor und nach den Wettkämpfen stattfinden können. So muss ein Athlet zu jeder Zeit seinen Aufenthaltsort preisgeben, um für eine unangemeldete Überprüfung bereit zu sein. Nicht selten wird er bei einem Turnier auch im Hotel aufgesucht und von den Dopingexperten zur Blut- und Urinprobe aufgefordert. Selbstverständlich droht dem Sieger sowie einer weiteren Zahl an ausgelosten Sportlern nach dem sportlichen Kräftemessen das selbe Schicksal. Ein engmaschiger Plan aus Kontrollen soll daher das Doping verhindern – und schafft es letztlich doch nicht.

Der Fall Lance Armstrong
Im Falle nachgewiesener Dopingmittel droht dem Sportler die Aberkennung seiner sportlichen Titel. Auch mit einer Sperre für weitere Wettkämpfe muss er rechnen. So zumindest lautet die Theorie. Rein praktisch lassen sich gerade die großen Namen aber nur schwer erwischen, wie das prominente Beispiel um Lance Armstrong zeigt. Dem Radsportler und mehrfachen Sieger der Tour de France wurden solche Mittel im Blut nachgewiesen. Für Sanktionen reichte das jedoch nicht, da Armstrong verschiedene Verfahrensfehler einwandte und damit noch immer nicht verurteilt werden konnte. Das System der Dopingkontrollen wird also auf juristischem Wege besiegt. Auch das kann letztlich den Erfolg einbringen.